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Der Stern

Sternentyp:

Spektralklasse:

Entfernung:

Leuchtkraft:

Masse:

Oberflächentemperatur:

Gelber Zwerg

G5V

42 Lichtjahre

1,32 L

1,05 Sonnenmassen

5750 K

Der Planet von 51 Pegasi

Erster Exoplanet eines sonnenähnlichen Sterns

Masse:

Entfernung vom Stern:

Umlaufzeit:

Tagestemperatur:

Exzentrizität:

0,6 Jupitermassen

0,05 AU

4,2 Tage

1300°C

0,0

Vergleich mit unserem Sonnensystem

Sonne

51 Pegasi


Spekulationen über 51 Pegasi b

 

Von allen neu entdeckten Planeten kommt 51 Pegasi b der Hölle am nächsten. Nur 0,05 AU vom Hauptstern entfernt, wird er von Strahlung gegrillt und von immensen Gezeitenkräften geknetet. Wegen seiner Masse (0,6 Jupiter) halten ihn viele Astronomen für einen großen Gasplaneten, obwohl er wegen der Nähe des Muttergestirns nur mit Mühe eine Wasserstoffatmosphäre bewahren könnte - die Sonnenwinde würden sie früher oder später wegblasen. Es wird auch diskutiert, ob 51 Pegasi b eine übergroße terrestrische Welt ist. Die astronomischen Theorien sagen allerdings, dass sich ein Planet dieser Masse kaum so nahe am Stern bilden kann. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass er primär aus Felsen besteht.

 

 

Vor kurzem wurde vorgeschlagen, dass 51 Pegasi b und andere sternennahe Planeten ursprünglich weiter außerhalb entstanden. Dichtewellen innerhalb der protoplanetaren Wolke, wo sich die Planetenbildung abspielt, hätten sie dann abgebremst und an den Stern herangebracht, bis Gezeitenkräfte und das Verwehen der Wolke die Umlaufbahn stabilisierten. Wenn das stimmt, bliebe alles offen, und 51 Pegasi b könnte ein Gasriese oder ein supermassiver terrestrischer Planet sein. Hier wollen wir annehmen, dass 51 Pegasi b ein supermassiver Felsplanet mit dichter Atmosphaere ist. Solch eine Welt hätte einen geschmolzenen Kern mit einer dünnen Kruste, im Prinzip wie bei der Erde. Noch gesteigert durch die gewaltigen Gezeitenkräften wäre 51 Pegasi b die tektonisch aktivste Welt, die wir kennen, eine Riesenausgabe des Jupitermondes Io. Dieser wird durch die Gezeitenwirkungen des Planeten und der Schwestermonde Europa, Ganymed und Callisto malträtiert - einmal beobachtete man acht Vulkanausbrüche gleichzeitig. Io wird ständig von innen nach aussen gekehrt und jeder Krater sofort von einer frischen Schicht schwefliger Asche überdeckt.

 

 


Die gemarterte Oberflaeche von 51 Pegasi b

Auch 51 Peg b besitzt keine Krater, da seine Oberfläche andauernd von Vulkanausbrüchen umgekrempelt wird. Aber wo Io "Lava" aus Schwefel und Eis abgibt, spucken die Vulkane auf 51 Peg b geschmolzenes Gestein. Im Extremfall wird ein Teil des Auswurfs vom Planeten weg geschleudert und bildet dann eine dünne ringförmigen Wolke um 51 Pegasi. Und da die Oberflächentemperatur auf Grund des nahen Sterns und der heftigen Ausbrücke auf 1.300° C geschätzt wird, können sogar Metalle verdampfen. Die Luft von 51 Pegasi b enthielte Silizium, Nickel und Eisen!

Selbst Venus, die Rekordhalterin bei den feindseligen Welten unseres Sonnensystems, wäre gegenüber 51 Pegasi b ein Paradies.

 

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