English
Espaņol

Der Stern

Sternentyp:

Spektralklasse:

Entfernung:

Leuchtkraft:

Masse:

Oberflächentemperatur:

Gelber Zwerg

G1V

46 Lichtjahre

1,82 L

1,03 Sonnenmassen

5800 K

Der Planet von 47 Ursae Majoris

Masse:

Entfernung vom Stern:

Umlaufzeit:

Tagestemperatur:

Exzentrizität:

2,45 Jupitermassen

2,09 AU

3 Jahre

-80°C

0,11

Vergleich mit unserem Sonnensystem

Sonne

47 Ursae Majoris b

Spekulationen über 47 Ursae Majoris b


Der große Planet 47 Ursae Majoris b mit einer
kleineren, toten Welt im Vordergrund

Ähnlich wie 70 Virginis b ist 47 Ursae Majoris b eine vielversprechende Welt. Dieser Planet umkreist seine Sonne in einer Entfernung, bei der durchaus flüssiges Wasser existieren kann. Damit steigt die Hoffnung, eines Tages erdähnliche Welten innerhalb der bewohnbaren Zone zu entdecken. Aber anders als die heiße Welt 70 Virginis b ist 47 Ursae Majoris b ein kühler Ort. Doppelt so weit von seinem Stern entfernt wie die Erde von der Sonne ist 47 Ursae Majoris b kälter als der Mars. 

Wie Jupiter und 70 Virginis b wird 47 Ursae Majoris b nicht viel Wasser in der Atmosphäre enthalten. Aber auf möglichen Monden könnte man sehr wohl Eis finden. In der Nähe von 70 Virginis b wären alle Monde trockene Felsbrocken. Jupiters Monde dagegen, die weit von der Sonne entfernt sind, verfügen über felsige Kerne und große Mengen Wassereis. Noch weiter draußen, bei Saturn, bestehen die Monde sogar hauptsächlich aus Eis, mit Oberflächen aus gefrorenem Methan. Je weiter eine erdähnliche Welt von der Sonne weg liegt, desto mehr Eis und weniger Felsen besitzt sie.

 

Nicht so ausgetrocknet wie bei 70 Virginis b und nicht so tiefgefroren wie beim Jupiter befinden sich die Monde von 47 Ursae Majoris b irgendwo in der Mitte. Sie haben wahrscheinlich felsige Silikatkerne und -mäntel, und ihre Oberflächen dürften von einer dicken Eisschicht bedeckt sein. Größere, tektonisch aktive Monde werden Kanäle und Täler aufweisen, wo große Wasserströme von geothermischer Hitze aufgetaut werden und dann wieder einfrieren, sobald die Wärme entwichen ist. Einschläge von Meteoriten werden kurzfristig für flüssiges Wasser sorgen, ähnlich wie auf dem Mars, wo vulkanische Aktivität einst den Permafrostboden auftaute und das Schmelzwasser an die Oberfläche drückte, wo es dann die typischen Flußtäler erzeugte.

 

Eine interessante Möglichkeit bestünde darin, dass unter der Eiskruste eines der großen, tektonisch aktiven Monde ein globaler Ozean sitzt. Erwärmt durch Vulkanismus und Tiefseeschlote könnte er warm genug für die Entwicklung von Leben sein. Selbst in unserem eigenen Sonnensystem gibt es so etwas: Der Jupitermond Europa zeigt Strukturen auf seiner eisigen Oberfläche, die auf einen darunterliegenden Ozean hinweisen.Tief unter der gefrorenen Oberfläche eines Mondes von 47 Ursae Majoris b könnten sich Wasser und schwimmende Lebensformen verbergen, die noch nie das Sonnenlicht gesehen haben. Und ist der Mond groß genug für eigene tektonische Aktivität, dann würde vielleicht entlang der vulkanischen "Hotspots" flüssiges Wasser kurzzeitig bis an die Oberfläche gelangen.
  


Ein See auf einem großen Mond von 47 Ursae Majoris b,
erwärmt von vulkanischen Kräften aus der Tiefe

[Besucherzähler]